Georg Etscheit

Editorial

Ein wenig Semantik zum Einstieg: Aufrichtiges Lob unter Kollegen ist ein rares Gut, besonders in einem von allerlei Eitelkeiten geprägten Berufsfeld wie dem Journalismus. Die beiläufig geäußerte Bemerkung  „Gute Geschichte, lieber Kollege“ – das ist oft schon der Gipfel dessen, was man von einer Redaktion erwarten kann, wenn man sich besonders angestrengt hat und sich das Ergebnis der Mühen sehen lässt.  Eine „Geschichte“ ist im Journalisten-Jargon ein Beitrag, ein Feature, eine Reportage, ein Essay oder ein Interview, manchmal auch nur ein Thema, das man der Redaktion präsentiert, in der Hoffnung, es möge auf Interesse stoßen.

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Keine Windräder über Kloster Gerode!

Das ehemalige Kloster Gerode im niedersächsisch-thüringischen Eichsfeld, unweit der Universitätsstadt Göttingen, ist eine wunderbarer Ort. Die letzten Mönche verließen die im Jahre 890 gegründete Abtei zwar schon 1803, als sie im Zuge der Säkularisierung in eine preußische Staatsdomäne umgewandelt wurde. Doch 1994 erwarb der gemeinnützige Verein „Weg der Mitte“ die weitläufige Anlage, um dort einen Ort der Ruhe, Kultur, Heilung und interreligiösen Verständigung zu begründen. Eingebettet ist dieser Ort in eine vielfältige Kulturlandschaft an den südlichen Ausläufern des Harzes.

Im romantischen Garten von Kloster Gerode hatte ich am Sonntag, 23. Juni 2019, Gelegenheit, einen Vortrag über die gescheiterte Energiewende, die Landschaftsverschandelung durch Windräder  und die um sich greifende Klimahysterie zu halten. weiterlesen

Anti-Windkraft-Torte für Steinmeier

Mehr als 1000 Menschen aus ganz Deutschland haben am Verfassungstag (23.5.) in Berlin gegen den ungezügelten Ausbau der Windkraft demonstriert. Vor dem Bundeskanzleramt präsentierten sie eine gehaltvolle Torte mit dem Logo der Demonstration: „Für Natur- und Kulturlandschaften – ohne Wind-Industrie-Anlagen“.  Das Geschenk war für eine Kaffeetafel des Bundespräsidenten bestimmt, zu der das Staatsoberhaupt 200 Bürgerinnen und Bürger bei strahlendem Frühsommerwetter in den Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue eingeladen hatte.

Anlass für die Aktion war der 70. Geburtstag unseres Grundgesetzes. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ lautet Artikel 1, Artikel zwei verbrieft das Jedermannsrecht „auf Leben und  körperliche Unversehrtheit.“ Dass diese Grundrechte offenbar nicht für alle Menschen gelten, davon waren die Demonstranten überzeugt: mittlerweile fast 30 000 Wind-Industrie-Anlagen in Deutschland haben für viele Landbewohner zu unerträglichen Belastungen geführt. Sie haben ganze Landstriche zerstört und bringen Vögeln und Fledermäusen den Tod, wobei der Klimaschutzeffekt dieser aberwitzigen Materialschlacht bislang kaum messbar ist.

Der Demonstrationszug führte vom Bundeskanzleramt zum Brandenburger Tor. Dort fand die Abschlusskundgebung statt mit namhaften Rednern Energiewende kritischer  Vereine und Organisationen wie Vernunftkraft, der Naturschutzinitiative und des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz (VLAB), für den ich selber als Beiratsmitglied über „geopferte Landschaften“ sprach. Udo Bergfeld aus dem hessischen Odenwald, Organisator der Demonstration, überreichte Vertretern der Politik ein Berliner Manifest, in dem unter anderem ein sofortiges Moratorium für den Bau weiterer Windkraftwerke gefordert wird.

 

Windmonster im Drosteland?

Sollen auch die Baumberge, einer der reizvollsten Kulturlandschaften des Münsterlandes mit mehr als 200 Meter hohen Windkraft-Giganten verschandelt werden? Um diese brisante Frage ging es in einer Vortragsveranstaltung, zu der am 6. April die „Bürgerinitiative Havixbeck  & Hohenholte“ in das mitten in den Baumbergen gelegene Ausflugslokal „Teitekerl“ eingeladen hatte. Als Autor von „Geopferte Landschaften“ und Gastredner sprach ich von einem „Akt der Barbarei, auch diesen zauberhaften Flecken auf dem Altar vorgeblicher Klimarettung zu opfern“. Die geplanten Windkraft-Standorte würden nicht nur die berühmte Sichtachse zwischen Münster und Billerbeck zerstören, sondern tangierten auch Burg Hülshoff, den Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff, einer der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen, die selbst in ihren Naturschilderungen die Schönheiten ihrer Heimat besungen hatte. Diese Anlagen wären eine Kulturschande und eine Bedrohung für den regionalen Tourismus, der in Zeiten des Klimawandels immer mehr an Bedeutung gewinne. „Wenn immer wieder gefordert wird, dass die Menschen weniger fliegen sollen, um das Kima zu schützen, müssen die regionalen Erholungsräume umso mehr geschützt werden.“

Hier ein Bericht zu der Rede aus den Westfälischen Nachrichten

 

Ebersberg ist überall

Der oberbayrische Landkreis Ebersberg hat sich vorgenommen, bis 2030 „klimaneutral“ zu werden, was immer das heißen mag. Zu diesem Zweck sollen in der landschaftlich reizvollen Region östlich von München unter anderem 33 Windindustrieanlagen gebaut werden. Mit fünf dieser Giganten mitten im Landschaftsschutzgebiet Ebersberger Forst will man loslegen auf dem glorreichen Weg ins Klimaparadies. Dazu wird derzeit das Schutzgebiet nach geeigneten Standorten durchkämmt. Diese sollen dann im Zuge einer „Zonierung“ als mit dem Schutzgedanken kompatibel erklärt werden.

Gegen die Windkraftpläne hat sich die Bürgerinitiative „Hände weg vom Ebersberger Forst“ konstituiert. Auf einer Informationsveranstaltung am Freitagabend (25.01.2019) hatte ich Gelegenheit, im Gasthaus „Alte Post“ in Parsdorf am Rande des Ebersberger Forstes zum immer heftiger grassierenden Windwahn und der allgemeinen Klimahysterie zu sprechen. Titel meines Vortrages: „Ebersberg ist überall. Warum Windräder unsere Heimat zerstören.“

Den Text meiner Rede finden Sie hier.

Und hier Berichte der Lokalausgaben der Süddeutschen Zeitung und des Münchner Merkurs zu dieser  Veranstaltung.

Meine Donaueschinger Rede

Ursprünglich sollte Enoch zu Guttenberg in Donaueschingen im Herbst dieses Jahres eine weitere, große Rede zur Energiewende in Deutschland halten. Sein plötzlicher Tod verhinderte dies. An seiner Stelle hatte ich am 23. November 2018 die Ehre, auf Einladung des FDP-Stadtverbandes Donaueschingen und des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Baden-Württemberg (VLABW), zu diesem Thema zu sprechen. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Liberales Forum“ in Foyer des Mozartsaales der Donauhallen war mit mehr als 100 Besuchern gut besucht. Das Motto des Abends „Geopferte Landschaften“ hatten die Organisatoren meinem vor zwei Jahren erschienen Buch gleichen Titels entnommen. Vor meinem Auftritt hielten der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Niko Reith und die FDP-Landtagsabgeordnete Gabriele Reich-Gutjahr Impulsvorträge zum Stand der Energiewende in Baden-Württemberg und zu den Windkraftplänen im Südschwarzwald.

Meine Rede, die mit großem Beifall aufgenommen wurde, finden Sie hier.

Und hier der Bericht darüber aus dem Konstanzer Südkurier bzw. dem Schwarzwälder Boten.